weiterDENKEN: Lösungen gegen Extremismus
Wie entsteht Extremismus, welche Entwicklungen sind aktuell zu beobachten und was kann die Politik dagegen tun? Diese Fragen standen Dienstag Abend bei der Veranstaltung „weiterDENKEN: Lösungen gegen Extremismus“ im vollen Erzherzog-Johann-Saal des Live-Congress Leoben im Mittelpunkt. Auf Einladung des Renner Instituts Steiermark diskutierten Staatssekretär Jörg Leichtfried, Extremismuspräventionsexperte Jeremy Stöhs und Politikwissenschaftlerin Judith Goetz unter der Moderation von SPÖ-Landesparteivorsitzendem Max Lercher.
Gerade vor dem Hintergrund des gewalttätigen Vorfalls rund um das Stiftungsfest der Burschenschaft Leder in Leoben im Juni wurde über die Entwicklung extremer Strömungen, Radikalisierung sowie Möglichkeiten der Prävention – insbesondere bei Jugendlichen und in Schulen – diskutiert.
„Extremismus darf nicht erst dann zum Thema werden, wenn Menschen zu Schaden kommen – dann ist es schon zu spät. Wir müssen früher hinschauen, klare Grenzen ziehen und gleichzeitig jene stärken, die demokratische Werte vermitteln und verteidigen. Die Demokratie hat das Recht und die Pflicht, sich gegen alle zu wehren, die unsere freie Gesellschaft bedrohen“, betont Max Lercher.
Jörg Leichtfried unterstreicht die Verantwortung der Politik: „Wir sehen, dass extremistische Ideologien und Radikalisierung unterschiedliche Formen annehmen und sich in den vergangenen Jahren verändert haben. Der Staat muss konsequent gegen Extremismus vorgehen – aber genauso wichtig ist es, Prävention auszubauen und junge Menschen für Demokratie und Zusammenhalt zu gewinnen.“
Als mögliche Lösungsansätze wurden Investitionen in Präventions- und Deradikalisierungsprogramme, Schwerpunkte in der Schul- und Medienbildung sowie strengere Kontrollen von Internetplattformen samt Altersgrenzen für die Nutzung genannt.
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